heran.

Der Weg vom Ei über die Raupe, bis hin zum Schmetterling, ist für Kinder sehr spannend. Nicht viele Lebewesen entwickeln sich nach solch einem Muster.

Schon in den ersten Tagen konnten die Kinder eine kleine Veränderung beobachten: Waren die Raupen beim Einzug noch recht klein (1-2cm), sind sie nach einigen Tagen bereits zu einem Vielfachen (6-7cm) ihrer Originalgröße herangewachsen. Fast täglich gab es etwas zu staunen und Neues zu beobachten. Nach ein bis zwei Wochen hatten sich bereits die ersten drei Raupen vor den Augen der Klasse 3b verpuppt. Dazu kletterten die Raupen nach oben an den Deckel und hängten sich an einem feinen Seidenfaden mit dem Kopf nach unten auf. Sie warteten auf die letzte Häutung, mit der sie zur sogenannten „Puppe“ wurden. Wenn man genau hinsah, konnte man schon die Konturen des Schmetterlings erkennen.

Nach ca. 3 Wochen hatten sich alle Raupen verpuppt. Nun war es Zeit, die verpuppten Raupen in ein großes Netz umzusiedeln. Mit einer Sicherheitsnadel wurde das Vliestuch am Maschennetz des Brutlebensraums befestigt:

...und das Warten hatte sich schon bald gelohnt:

An einem Morgen waren die Kinder der Eulenklasse ganz aufgeregt: Der erste Schmetterling war geschlüpft! Zunächst waren die Kinder ein wenig besorgt, da der Schmetterling eine rote Flüssigkeit verlor, die wie Blut aussah. Aber diese Flüssigkeit besteht aus überschüssiger Flügelfarbe und überflüssigem Gewebe. Man nennt sie „Mekonium“. Es gab also keinen Grund zur Sorge.

Zum Füttern der Schmetterlinge wurden in Zuckerwasser getränkte Blumen in den Brutlebensraum gelegt. Auch alte Bananen- und Orangenscheiben mögen die Schmetterlinge gern. Bis alle Schmetterlinge geschlüpft waren, blieben sie im Brutlebensraum.

Der Höhepunkt der Unterrichtseinheit war die Freilassung aller Distelfalter. Die Kinder staunten und jubelten, als der erste Schmetterling über den Schulhof flog. Zuerst fiel der Abschied schwer, aber dann waren alle Kinder und Schmetterlinge glücklich :-)